Timanfaya-Nationalpark: alles für Ihren Besuch
Im Timanfaya-Nationalpark zeigt sich Lanzarote von seiner vulkanischsten Seite: Lavafelder, Krater und Dampffontänen, entstanden bei den Ausbrüchen des 18. Jahrhunderts. Anfahrt, Preise, Sehenswertes und Tipps gegen lange Wartezeiten.
Der Timanfaya-Nationalpark ist eine einzigartige Landschaft, geformt von den Vulkanausbrüchen zwischen 1730 und 1736 und einem weiteren im Jahr 1824. Weite Felder aus erstarrter Lava, Krater und bizarre Gesteinsformationen wirken wie von einem anderen Planeten. Vorführungen zeigen, wie heiss es dicht unter der Oberfläche noch immer ist. Für Naturfreunde und Geologie-Interessierte ist der Park ein Muss – und für alle anderen eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes.
Was Sie beim Besuch erwartet
Höhepunkt ist die „Ruta de los Volcanes“, eine geführte Busfahrt durch die spektakulärsten Teile des Parks, mit grossartigen Ausblicken und Erläuterungen. Zum Schutz der Natur darf man den Park nicht auf eigene Faust erkunden. Möglich sind aber Dromedarritte am Rand des Parks und Aussichtspunkte mit Panoramablick. Dazu kommen Dampffontänen und ein Grill, der mit Erdwärme arbeitet.
Anfahrt zum Timanfaya-Nationalpark
Der Park ist leicht zu erreichen. Am flexibelsten sind Sie mit dem Mietwagen: Die gut ausgeschilderte LZ-67 zwischen Yaiza und Tinajo führt mitten durch die Vulkanlandschaft direkt zum Park – schon die Fahrt ist ein Erlebnis.
Wer nicht selbst fahren möchte, bucht einen geführten Ausflug ab Puerto del Carmen, Playa Blanca oder Costa Teguise. Transport und fachkundige Erläuterungen sind meist inbegriffen, oft auch weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe.
Linienbusse fahren nicht bis zum Park, sondern nur in Orte der Umgebung wie Yaiza. Von dort geht es mit dem Taxi oder einem organisierten Ausflug weiter. Mietwagen oder geführte Tour sind deshalb die praktischsten Lösungen.
Parkieren und Barrierefreiheit
Für Besucher mit dem Auto gibt es ausgewiesene Parkplätze in der Nähe der Hauptattraktionen. In der Hauptsaison sind sie schnell belegt: Kommen Sie früh. Wegen des rauen Geländes ist die Barrierefreiheit im Park eingeschränkt; Toiletten und Gastronomie am Besucherzentrum sind jedoch auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgelegt. Auch mit eingeschränkter Mobilität können Sie einige Aussichtspunkte geniessen und an der Busfahrt teilnehmen, bei der kaum gelaufen werden muss.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Öffnungszeiten
Der Timanfaya-Nationalpark ist täglich ab 9:30 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 15:45 Uhr. Verlängerte Sommeröffnungszeiten gibt es derzeit nicht. Prüfen Sie vor dem Besuch die Zeiten auf der offiziellen Website.
Preise und Ermässigungen
- Erwachsene: 12 €
- Kinder (7–12 Jahre): 6 €
- Kinder unter 7 Jahren: frei
- Einwohner der Kanaren: 9,60 € (Erwachsene), 4,80 € (Kinder von 7 bis 12 Jahren)
- Einwohner von Lanzarote: 2 €
- Menschen mit Behinderung: 30 % Ermässigung
Tickets gibt es an der Kasse des Parks oder online auf der Website der Zentren für Kunst, Kultur und Tourismus (CACT) von Lanzarote. Für ermässigte Tarife ist ein Nachweis erforderlich.
So entgehen Sie dem Andrang
Am ruhigsten ist es gleich zur Öffnung oder am frühen Nachmittag. Unter der Woche ist weniger los als am Wochenende, und ausserhalb der Ferienzeiten sind die Schlangen deutlich kürzer.
Was es in Timanfaya zu sehen gibt
Ruta de los Volcanes (Route der Vulkane)
Die geführte Busfahrt bringt Sie tief hinein in die Vulkanlandschaft: riesige Lavafelder, Krater und Gesteinsformationen, die von den dramatischen Ausbrüchen zwischen 1730 und 1736 erzählen. Zu Fuss ist dieser Bereich nicht zugänglich – die Busfahrt ist die einzige Möglichkeit, die spektakulärsten Stellen des Parks zu sehen.

Die Vulkanlandschaft von Timanfaya mit Lavafeldern und Kratern, entstanden bei den historischen Ausbrüchen.
Die Erdwärme-Vorführungen
Am Islote de Hilario zeigen Mitarbeiter des Parks, wie aktiv der Untergrund noch ist. Trockenes Gestrüpp fängt in einer Erdspalte sofort Feuer, und Wasser, das in den Boden gegossen wird, schiesst als Dampffontäne wieder heraus. Wenige Meter unter der Oberfläche herrschen Temperaturen von bis zu 600 °C.
Die schönsten Aussichtspunkte
Mehrere Aussichtspunkte bieten atemberaubende Panoramen: schwarze Lavafelder, rote Krater und Vulkankegel am Horizont. Ideal zum Fotografieren – und um die geologischen Wunder des Parks in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Pflanzen und Tiere
Trotz der kargen Umgebung lebt in Timanfaya eine überraschende Vielfalt an Arten, die sich an die extremen Bedingungen angepasst haben. Flechten, die zu den ersten Besiedlern von Vulkangestein gehören, überziehen die Lava. Auch kleine Wirbellose und Vögel wie Turmfalken und Raben kommen in dieser scheinbar lebensfeindlichen Landschaft zurecht.
Empfehlenswerte Aktivitäten
Geführte Busfahrt
Die Busfahrt durch die bekanntesten Teile der Vulkanlandschaft ist im Eintritt enthalten und wird von Erläuterungen zur Geschichte und Geologie begleitet.
Dromedarritt
Ein besonderes Erlebnis ist der Ritt auf einem Dromedar am Rand des Parks: eine traditionelle Art, die Vulkanlandschaft aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Wanderwege rund um den Park
Im Park selbst ist der Zugang beschränkt, doch an seinen Grenzen verlaufen mehrere Wanderwege mit herrlichem Blick auf die Vulkanlandschaft.
Fotomotive
Schwarze Lava, rote Krater und weite Ausblicke: Timanfaya ist ein Paradies für Fotografen. Die Aussichtspunkte und Wege bieten die besten Standorte.
Tipps für den Besuch
Die beste Zeit
Kommen Sie möglichst früh, um der Mittagshitze und dem Andrang zu entgehen. In den kühleren Monaten, im Frühjahr und Herbst, sind die Temperaturen am angenehmsten.
Was Sie mitnehmen und anziehen sollten
Tragen Sie bequeme, feste Schuhe für unebenes Gelände. Leichte Kleidung, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung sind unverzichtbar. Nehmen Sie Wasser und einen Snack mit, denn das Angebot im Park ist begrenzt.
Regeln und Empfehlungen
Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen und halten Sie sich an die Regeln des Parks, um das empfindliche Ökosystem zu schützen. Abfall zu hinterlassen ist streng verboten, ebenso das Berühren oder Mitnehmen von Vulkangestein.
Praktische Informationen
Einrichtungen im Park
Im Park gibt es Toiletten, das Restaurant El Diablo, in dem mit Erdwärme grilliert wird, und einen Souvenirshop mit lokalen Produkten.
Besucherzentrum
Das Besucherzentrum von Timanfaya informiert ausführlich über Geschichte, Geologie und Schutz des Parks. Das Personal beantwortet Fragen und hilft weiter. Aktuelle Hinweise finden Sie auf der offiziellen Website.

Im Restaurant El Diablo wird über der Hitze aus dem Erdinneren grilliert.
Wissenswertes über Timanfaya
Die geologische Geschichte des Parks
Die Landschaft von Timanfaya ist das Ergebnis gewaltiger Ausbrüche zwischen 1730 und 1736 und eines weiteren im Jahr 1824. Sechs Jahre lang bedeckten Lava und Asche rund ein Viertel der Insel, begruben ganze Dörfer und hinterliessen eine karge, aber eindrucksvoll schöne Gegend. Bis heute ist sie weitgehend unberührt: Lavafelder, erstarrte Magmaströme und Vulkankegel, die „Montañas del Fuego“, die Feuerberge. Weil kaum etwas wächst, treten die tiefen Rot-, Schwarz- und Ockertöne umso stärker hervor.
Geschichten rund um die Vulkane
Timanfaya hat viele Legenden hervorgebracht, in denen Ehrfurcht und Angst der damaligen Bewohner mitschwingen. Zeitzeugen berichteten von ununterbrochenen Ausbrüchen, Lavafontänen und Aschewolken, die den Himmel wochenlang verdunkelten. Manche hielten das für eine Strafe Gottes; andere lernten, mit der neuen Umgebung zu leben, nutzten die Erdwärme zum Kochen und bebauten den fruchtbaren Vulkanboden, auf dem vor allem Wein hervorragend gedeiht. Auch Wissenschaftler und Künstler hat der Park inspiriert – allen voran César Manrique, dessen Werke auf ganz Lanzarote von dieser Landschaft geprägt sind.
Der Timanfaya-Nationalpark gehört zu den grossen Attraktionen Lanzarotes: eine seltene Gelegenheit, eine von Vulkanen geschaffene Landschaft aus der Nähe zu erleben. Planen Sie Ihren Besuch am besten im Voraus – und buchen Sie Ihren Flughafentransfer auf Lanzarote gleich mit, damit Ihre Reise entspannt beginnt.